Eventbericht Limburgs Mooiste 2013

Zwei Tage sind schon wieder seit dieser genialen Veranstaltungen verstrichen.
Angefixt von Bussi schrieb ich mich Anfang des Jahres beim Veranstalter ein, ohne wirklich zu wissen was mich erwartet. Lediglich von schöner Landschaft und vielen Wirtschaftswegen hatte Bussi gesprochen.

Pünktlich um 8Uhr traf ich FittyundBussi am Start in Heerlen um die 175km lange „Rode Lus“ in Angriff zu nehmen. Auf dem Gelände von Avantis hatte der Veranstalter eine riesige Zeltstadt für Radfahrer errichtet und es wimmelte nur so vor Radsportbegeisterten.
Besser als der Wetterbericht gemeldet hatte blinzelte uns die Sonne entgegen.
Lediglich die Temperatur war grenzwertig, 3° C sind für Ende Mai doch nicht ganz alltäglich. Aber das Dreiergespann setzte sich als Teil der 18.000 anderen Starter frohen Mutes in Gang. Auf schmalen Wirtschaftswegen reihten sich die Teilnehmer wie Perlen einer Perlenkette aneinander und genossen die großartige Landschaft.  Die tolle Landschaft begleitete mich auf der gesamten Strecke. Auf diese gesellten sich auch 30 Hellinge die das Salz für die Radfahrer darstellte. Diese kurzen Anstiege fügten der Strecke nochmals ~2500 Höhenmeter hinzu.

Unterwegs hatte der Veranstalter immer wieder Streckenposten zur Streckensicherung, Fotografen und Videografen zur Dokumentation aufgestellt. Diese sorgte bei den Teilnehmern zu einem durchgehenden Wohlbefinden. Auch die 4 Kontrollen unterwegs waren perfekt organisiert. Leckere Verpflegung stärkte den Sportler, technischer Support von Trek, Schwalbe und CO. versorgte die technischen Miseren der Teilnehmer. Auch der Sanitätsdienst und Besenwagen war vor Ort für die tragischen Begleiterscheinungen bereit.

Und nun zurück auf die Strecke. Auf den Anstiegen habe ich mich warm gerollt und in meine Beine reingehorcht. Die Rückmeldung dieser war äußerst positiv und so kam ich die Hellinge gut hoch. Auch Bussi war wie gewohnt gut in Form. Dafür sorgte Fitty für besorgte Blicke von Bussi und mir. Er machte bereits an den ersten Bergen keinen guten Eindruck und klagte über diverse Probleme.

Nach 28km stand auf Hollands höchsten Berg – dem Vaalserberg mit 322m – die erste Kontrolle an. Tüttelband abknipsen lassen, Futterlucke auf und Müsliriegel, Banane und Kuchen verspachtelt. Nach paar Minuten ging es bergab in Richtung Belgien. Unterwegs kreutzten ab und zu die MTB-Strecken des Veranstalters und sorgten für geniale Momente, denn so viel Radler die einen Gedanken in sich Tragen sieht man sonst nirgends.

Weiter ginges bergauf, bergab vorbei an Schlössern und  Wäldern zur zweiten Kontrolle. Hier war der Rückstand von Fitty bereits bei 13 Minuten, was auf nichts Gutes schliessen ließ. Aber er machte gute Miene zum Bösen Spiel. Nach weiteres leckerer Verpflegung ging es weiter.

Die grandiose Strecke blieb so und ich fuhr mit Bussi unser Tempo und warteten an den Kuppen der Hellinge  auf Fitty um ihn auch ein wenig zu unterstützen. Auf einer der vielen Abfahrten fuhr ich vor Bussi und rollte in den Gegenanstieg hinein. Am Scheitelpunkt beschloss ich zu warten damit wir Fitty wieder aufnehmen. Aber niemand kam und ich wartete … nach 10 Minuten dann endlich ein bekanntes Gesicht. Aber es war nicht Bussi sondern Fitty der als erster bi mir ankam. Verwundert schaute ich ihn an und bekam zu hören dass Bussi auch gleich kommt. Ein Platten hätte ihn um ein Haar aus der Bahn geworfen. Doch Beherrschung des Sportgeräts und vermutlich eine Portion Glück bewahrte Bussi vor dem Abflug gegen einen Müllcontainer. So blieb es nur bei einem Schlauchwechsel.

Schock verdaut und weiter zur dritten Kontrolle nach Gulpen. Auf dem Weg dahin waren noch ein paar knackige Anstiege verbaut. Nach 100 Kilometern war Gulpen erreicht. Für die Kontrolle der Radsportbegeisterten war eine grosse Straße mit schönen Cafes, Musikkapelle und diversen Ständen an Radequipment, gesperrt damit keine Autofahrer das Bild störten ;-). Nach dem 2 Stück verpackten Kuchen kam dann auch Fitty zur Kontrolle. Kreidebleich, mit rebelierenden Magen verkündete er das für ihn hier Schluss sei. Das war für mich erst einmal ein Schock, da damit das Gemeinsame Abfahren der Strecke nicht mehr zu erreichen war. Aber Gesundheit geht nun mal vor und somit war die Entscheidung auszusteigen absolut vernünftig. Bussi blieb bei Fitty und fuhr gemeinsam im Besenwagen zum Start/Zielbereich. Für einen Fünfer war der Heimkehrservice gebucht.

Für mich begann jetzt der 75 Kilometer lange Alleingang. Meine Beine und Befinden waren aber gut und ich genoss die schöne Strecke. Dann versuchte ich mich ein wenig in Ablenkung und schaltete meinen Radcomputer auf die Anzeige der gefahrenen Höhenmeter um. Dies konnte mich ein wenig von der noch zu fahrenden Strecke ablenken. Und tatsächlich die nächsten 30 km verflogen förmlich. Daran hatte aber auch die Streckenführung anteil die immernoch grossartig war. Ich versuchte auch ab und zu mich in diversen Gruppen „vertecken“ und Windschatten zu fahren. Aber so richtig fuhr keine Gruppe mein Tempo so das ich mich meist allein an der „Perlenschnur“ zur letzten Kontrolle entlanghangelte. In Heerlen wartete mit der letzten Kontrolle nochmal ein Highlight auf den Sportler. Auf abgesperrter Strecke wurde der Radsportler zum zentralen Platz geführt wo die Kontrolle zelebriert wurde. Biertische, DJ und Menschenmassen sorgten für eine ganz eigene, geniale Atmosphäre. Ich zog mir nur eine Banane rein und sah zu das ich die letzten 35 Kilometer hinter mich brachte. Das Wetter verschlechterte sich und ich wollte trocken ins Ziel kommen.

Das schaffte ich dann auch und ich konnte die letzten Kilometer geniessen. Ein paar witzige Gegebenheiten sind mir dann aber doch noch in Errinnerung geblieben. So habe ich noch die Startnummer 1 überholt und war von dem wärend der Fahrt kotzenden Holländer beeindruckt der nach dem Brechvorgang direkt wieder Vollgas gab. Das ist mal Einsatz!

Für mich war die Strecke nach 7 Stunden Fahrzeit absolviert und der Veranstalter mit einem kühlen Getänk auf mich und die anderen Teilnehmer.

Als Fazit lässt sich nur festhalten: Genial, nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei und lade alle ein mich bei Limburgs Mooiste zu begleiten.

Hier die Strecke bei Garmin die ich gefahren bin. Bei http://www.limburgsmooiste.nl/faciliteiten-kosten/videos/ kann man meine Startnummer „227“ eingeben und mich beim radeln beobachten.

Und hier noch die Impressionen die der Veranstalter und ich festgehalten hat.

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Eine Antwort zu Eventbericht Limburgs Mooiste 2013

  1. anbussma schreibt:

    Klasse Bericht….. genauso war es. Zumindest auf dem Teil, wo ich in deiner Nähe war….. Prima Bilder…. ich glaube ich klau mir mal das ein oder andere 😉

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