Geschafft

Nach über 2400 Kilometern bin ich am Ziel angekommen. Die letzten Tage war ich entlang der Moldau über Prag zur Elbe.

In Melnik strömt die Moldau in die Elbe und fließt dann weiter durchs böhmische Mittelgebirge Richtung deutsche Grenze.

Ich übernachtete das letzte Mal in Melnik und startete den letzten sag bei bestem Wetter.

Nach 20km traf ich einen tschechischen Radler der mich bis Königstein begleitete.

So vergingen die Kilometer und nach 130km erreichte ich Stadt Wehlen wo mich Oma und Mutti erwartete.

Jetzt Ruhe ich mich bisschen aus und sichte die Eindrücke….

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Böhmische Moldauwellen

Wer bei dem Titel an Wasser denkt liegt etwas daneben. Der heutige Tag stellte sich als einer der härtesten heraus.

Es fing mit einem lockeren 30km Langem einrollen an der Moldau an. Hier könnte man einen neu gebauten Radweg direkt am Fluss genießen. Aber der war bereits mit Höhenmetern gespickt.

Es folgte ein Weg oberhalb des Moldaustausee welcher tief in den Tälern liegt. Deshalb kein direkter Weg am Wasser. Dafür landschaftliche Wellen entlang der Landschaft. Ich bemerkte bald das es keine Flächen Stücke gibt. Also hoch oder runter. Ein echter Kraftakt. Dafür gab es viel Abwechslung: flache Anstiege, lange Anstiege, Anstiege mit schlechtem Weg, steile Anstiege sowie Anstiege mit Gegenwind. Manchmal kombinierten sich auch Eigenschaften…

Es regnete aber nicht und ab Nachmittag kam die Sonne hervor.

Zu guter letzt könnte ich meinen Zeltplatz nicht nutzen wegen: privat, alles voll, mindestens 7 Tage campen. Mega angepisst, da half auch das Angebot auf einer Wiese zu campen nix, Wasser und WC gab es nicht und privat nicht nutzen….

Also 10km extra gefahren und gebetet das ich Erfolg hab… geklappt und die Aussicht ist super, die Strapazen vergehen auch bei einem Bierchen.

142km, geschätzt 1700hm

Gesamt: 2180 Kilometer

Kunst am Moldauradweg bei Budweis

Am Moldauradweg

neu gebauter Radweg

Moldaustausee von oben

Zeltplatz

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Erster Regentag

Heute war richtiges Kackwetter.

Nach 30km war ich trotz Regensachen pudelnass.

3 Stunden habe ich in einem Café abgehangen und auf weniger Regen gewartet. Vergebens.

Um 15 Uhr wurde es etwas besser und ich fuhr zum nächsten Zeltplatz. Zum Glück nur 3 Kilometer entfernt.

Am Zeltplatz gab es eine Wildwassertrainingsanlahe zu bestaunen wo gerade das Militär trainierte.

6 € kostet das Zelten hier und in der Zeltplatzkneipe gibts es Wiener für einen €. Super günstig.

Alles ein wenig schrammelig aber erwähnenswert: der Hund frisst aus dem Mülleimer wenn Herrchennicht schaut, am Nebentisch wird ein Kind gewickelt usw.

Regen am Morgen

Zeltplatzkneipe

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2000km in den Beinen

Heute morgen hatte ich mir diese Zahl ausgerechnet. In der Tschechischen Republik in Cesky Krumlov war es dann soweit. 2000km.

Aber der Weg dahin war heute hart. Mittelgebirge sind die wahren Höhenmetermacher. In den Alpen ist alles berechenbar, aber die Mittelgebirge lassen dich schwitzen. Lange Anstiege und rasante Abfahrten welche die mühsam erarbeiteten Meter zunichte machen. Brutale Abstiege anstatt genussvoller Serpentinen. Aber all das wusste ich heute morgen bereits. Die Realität ist trotzdem jedes Mal hart. Direkt vom Campingplatz in Passau ging es bergauf auf einer Bundesstraße. 3 km mit dichtem Verkehr bis ich auf eine Staatsstraße nach Hauzenberg abbog. Auch nicht besser aber Augen zu und durch. In selbiger Stadt hatte ich mir dann ein zweites Frühstück beim Netto verdient. Gefühlt waren auch schon die meisten Höhenmeter erradelt. Trotz der Wolken waren um die 20Grad und ich schwitzte mir einen ab.

Nochmals nach Österreich und in Aigen peilte ich dann die Tschechische Grenze an. Hier kam noch mal die Mittelgebirgsproblematik auf mich zu… stur/schnurgerade Anstiege von 15% bei Sonnenschein sind für Reiseradler Wahnsinn.

Kurz vor der Tschechischen Grenze wurde ich von einer deutschen Rennradgruppe eingeholt die mir gratulierte/ Daumen hoch gab.

Am Moldaustausee ging es direkt auf eine Fähre zum anderen Ufer. War zwar wegtechnisch ungünstig aber die Gelegenheit nutze ich immer spontan!

Die Strecke bis Krumlov war dann Landstraße… aber landschaftlich Spitze.

In dieser Stadt erreichte ich 2000Kilometer Strecke und ich nahm den nächsten Zeltplatz.

Schön tschechisch aber direkt an der Moldau und sympathisch. Ca. 360km sind es noch bis zur Heimat.

Schwanenfamilie zu Besuch am Morgen in Passau

Anstieg im bayrischen Wald

späte Frühstückspause auf Bauernballen

Lipostausee der Moldau

Krumlov an der Moldau

tschechisch Campen

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Zurück in Deutschland

Die Sonne weckte mich heute bereits um 06:30 Uhr mit direktem Licht aufs Zelt, also raus und die Morgenzeremonie durchziehen.

Mit etwas Rückenwind und Höhenvorteil ging es zurück an den Inn.

In gewohnt guter Qualität der Österreich fuhr ich Richtung Dtl. bis sich plötzlich die Berge rar machten. Ich hatte die Alpen wieder verlassen. Kurz nach Kufstein war auch Österreich passé.

Die Qualität des Radwegs verschlechterte sich in Dtl. wieder. Ich radelte durch Rosenheim und an einem Wasserkraftwerk begegnete ich einem Reisenden der von Rom nach Magdeburg unterwegs war. Also quatschten wir bis Wasserburg und tranken bei 30Minütigen regen ein Bierchen.

Ich fuhr weiter und würde die letzten Kilometer auf eine harte Probe gestellt. Der Radweg war ein schlechter Wanderweg…

Also Schinderei.

In Grafengars habe ich ein kostenneutrales Zeltlager gefunden – quasi als Entschädigung für den Radweg.

Morgen fahre ich Richtung Passau.

Interpolierte Gesamtdistanz nach 125km: 1775km

Inn bei Kufstein

die letzten Berge der Alpen am Inn

Flachland bei Rosenheim

Mittagstisch

Wasserkraftwerk

Nebeliger Inn bei Wasserburg

Zeltplatz des Tages

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Am Inn in Österreich

Nach meinem gestrigen „Ruhetag“ an dem ich Johann von Pfunds bis Imst ca 50 km begleitet hab ging es heute normal weiter.

Der Innradweg in Ö ist im Vergleich zum Schweizer Teil um Welten besser. Gut ausgeschildert, sinnvoller Belag und Wegführung.

Heute bin ich bis Brixlegg gekommen und musste für den Zeltplatz noch mal 100hm investieren- die bin ich morgen dann schonmal im Plus.

Die Vorhersage erwartet mich übermorgen in Passau und dann steht der letzte Teil der Reise mit der Tschechischen Republik an!

Pfunds im Oberinntal

Johann vor seinem Platten

Tierpräperator wo Joh. Platten hatte

Grexontour

Abendessen auf dem Zeltplatz

Inntalradweg

Gesamtkilometer: ~1650km

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Italien, Schweiz, Österreich

Heute ging es von kurz hinter Chiavenna über den Malojapass nach Pfunds in Österreich.

135km mit 1600hm

Zur Feier des Tages habe ich mir ein Zimmer genommen und gehe gleich mit Johann, einen Radreisendem noch schön Essen.

Landschaftlich war der Malojapass mega. Anstrengend auch…

Ein fünfköpfige Rennradgruppe aus Italien überholte mich in der Auffahrt war aber nur wenig schneller, so das sie am Passschild noch zu sehen waren und mein Ankommen mit kräftigem Applaus kommentierten. Noch ein kurzer Schwatz und dann weiter. Ich hatte mich ja mit Johann verabredet. Vorbei an St. Moritz durchs Inntal. Leider waren die nominell 1000m Abfahrt sinnlos da Gegenwind herrschte…

Morgen mache ich dann aber wirklich einen Ruhigen🤓

Auffahrt Malojapass

Inntal in der Schweiz

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Über den Splügenpass

Heute Morgen startete ich in Erwartung eines harten Tages. Die ersten 500m vom Zeltplatz weg waren flach und danach begann die Steigung. Ein Schild warnte die Radfahrer „steigt 1360m auf 46km“. Na prima!

Aber ich wusste es bereits. Dafür war die Strecke das Landschaftlich Beeindruckendste was ich seit langem gesehen habe. Im Kilometertakt gab es Highlights. Nach Kilometer 9 erspähte ich einen Weg Untermieter meinem marokkanisch-schwedischen Freund von gestern. Ich passte die nächste Wegkreuzung ab und begrüßte ihn. Er freute sich riesig und wir hatten unsere Späße bis Splügen. Dort trennten sich unsere Wege. Er über den San Bernadino und ich über Splügenpass. Er war wieder Stilecht in Flipflops unterwegs.

In Splügen gabs auch noch Käse und Brötlis vom Bäcker und dann zurück auf die Piste.

Die ersten Serpentinen durch saftige Wiesen und später lichtete sich die Umgebung. Baumgrenze. Die Auffahrt wurde durch ungünstige Windbedingungen erschwert so das die schätzungsweise 8% teilweise brutal wurden.

Auf der Passhöhe war mein erträumtes Passfoto nicht vorhanden so das ich improvisieren musste….

Die Abfahrt vom Splügenpass ist Wahnsinn in allen Belangen. Super Aussicht, schlechter Belag, guter Belag. Abenteuerliche Kurven am Abhang. Aber ich habe die Abfahrt gemeistert. Jetzt fehlen mir allerdings noch 700hm nach unten. Die Zeit wird in einer Pizzeria verbracht. Hier verweilt auch die Harleycrew aus NL die mich am Pass noch knatternd überholte. Der Pass ist kurz vor Chiavenna wegen Felssturz zeitweise gesperrt.

Morgen noch so ein Brett: den Malojapass von 350 auf 1815m.

Ankündigung des Tages

Auffahrt Richtung Splügen

Hinterrhein und Schluchten

Radreisender mal simpel „Nau“

Reiseräder

Rhein in Splügen

Splügenpass Schweiz/Italien

Die Straße ist gesperrt!

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Vom Bodensee in die Schweizer Alpen

Eigentlich wollte ich noch etwas weiter aber meine Planung war dann doch etwas ungenau. So sind es heute 137 km mit ein paar Höhenmetern und Regenschauern geworden. Von Lindau ging es den Österreichischen Rheinradweg durch Bregenz Richtung Feldkirch. Dann war zur Mittagspause Liechtenstein erreicht und ich wunderte mich das dort in CHF bezahlt wird. Ich dachte Jahrelang die Liechtensteiner bezahlen mit €. Wieder was gelernt….

Bis Chur folgte ich den bis dahin fast kanalisierten Rhein. Dort gesellte sich dann ein marokkanischer Schwede zumir der mich die nächsten Stunden begleitete. Er war etwas einfacher unterwegs als ich aber wir hatten unseren Spaß. Er fuhr halt mit Flipflops und Haushaltsgegenständen während ich den Vollausgerüsteten im Überfluss stehenden Radreisenden gab…

Er hat auch noch großes vor über Dan Bernadino und co will er radeln..

Ich bin jetzt 15 km vor Splügen und werde morgen früh den gleichnamigen Spaß in Angriff nehmen. Die Abfahrt ist wohl auf Grund eines Felssturzes nur teilweise befahrbar aber soll möglich sein. Der Zeltplatz ist gut und ich hoffe das die dunklen Wolken um mich herum im Tal abrechnen.

nicht der Rhein sondern die Bregenzer Ach

jetzt der Rhein

Rheinradweg

Mittagspause in Liechtenstein

Rheinradweg mit schönen Blumen fürs Motiv

Fels am Rhein mit geologischen Biegungen und mehreren militärischen Stellungen

Zeltplatz

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Sportliche Beine

und heute lief es wieder. Allerdings war ich mir heute morgen nach einer komischen Nacht noch nicht ganz sicher.

Um 8 Uhr verließ ich nach der morgendlichen Routine den Zeltplatz in Hochtengen. Die ersten Kilometer horchte ich in mich hinein… und: nix. Alles wie immer . Also die Landschaft genossen und dem Rheinfall entgegen gefahren. Zum Montagmorgen war wenig los an dem sonst Asiatenüberlaufenem Highlight. Also ein paar Fotos gemacht und ein paar Minuten die Athmosphäre aufgesogen.

Danach fuhr ich bis Stein am Rhein. Die folgenden Kilometer nutzte ich die Schweizer Seite, welche mir nicht so gut gefiel. Man war zu oft auf Hauptstraßen unterwegs und zu wenig am Rhein/Bodensee. In Konstanz wählte ich die Fährverbindung nach Friedrichshafen und genoss eine sonnige Bootsfahrt über den Bodensee. Nach der Stunde hatte ich noch 30 km bis zum Zeltplatz. Die vergingen wie im Flug da meine Beine plötzlich unerwartete Leistung ausspuckten… so kann der Splügenpass kommen. Morgen aber bestimmt noch nicht aber ich peile den Talort Splügen an.

Auf dem Zeltplatz in Lindau hängt jetzt seit 2 Stunden ein Gewitter weshalb ich mit dem Zeltaufbau noch etwas warte.

Rheinfall bei Schaffhausen

Bootssteg in Konstanz

Auf dem Katamaran nach Friedrichshafen

Zeltplatz in Lindau

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