Angekommen in Frankreich

Heute früh bin ich 4 Uhr vom Regen geweckt worden. Ich hoffte inständig das sich dieser bis zum Aufstehen verzieht. Und tatsächlich war 7:45 der Spuk vorbei. Also gefrühstückt und die Ausrüstung verpackt. Das zog sich heute allerdings da alles mit nassem Sand bedeckt war. So könnte ich erst 10 Uhr De Panne hinter mit lassen. Und schon überfuhr ich die Grenze nach Frankreich. Die Grande Nation begrüsste mich mit Tristesse und grauen Wetter. Wenigstens regnete es nicht, aber die Windsituation ist immernoch gleich. Meine erste Begegnung mit einheimichen Franzosen war auch skuril. Ein älteres Ehepaar, es könnten vom Alter her meine Eltern sein, trotteten im Abstand von 20 Metern miesepetrig gelaunt an mir vorbei. Die Frau mit schrecklich geschwollenen Füssen grüsste mich wahrscheinlich…
Die kommenden Kilometer bis Dünkirchen waren sehr durchwachsen. Die Stadt ansich hat aber eine schöne Strandpromenade und eine schöne Innenstadt. Allerdings befinden sich auch viele Industrien hinter der Stadt. Deswegen war der nächste Teil bis Calais erstmal schei…., der zweite Teil wurde dann aber echt schön. Zwischen Feldern, Dünen und kleinen Orten näherte ich mich dem berühmten Verkehrsknotenpunkt. Der Weg zog sich gefühlte Ewigkeiten und ich naschte öfters mal einen Keks. Nachdem ich mich durch den Hafen geschlängelt habe konnte ich den Strand und das entfernte GB bewundern. Das Wetter war inzwischen auch besser so das ich nichts mehr zu meckern hatte. Nach Calais türmten sich plötzlich Hügel vor mir auf. Schätzungsweise 157 hm mit Gegenwind wartenten auf mich. Bis dahin verdrängte ich dies mit dem Anblick der genialen Küstenlinie. Den Berg habe ich gut weggeschnurbst, und kurz vor der Passhöhe einem übereifrigen MTBler gezeigt was ne Harke ist. Nachdem er mich überholte, hängte ich mich gemütlich in den Windschatten… das schmeckte dem Burschen garnicht und er gab Gummi. Darauf hatte ich nur gewartet und ich kämpfte mich wieder ran. 100 Meter vor dem Pass gab der Grex dann dem bepackten Gaul die Sporen und zog vorbei. “ What a feeling“ und was für ein dummes Gesicht… Auf der kurvigen Abfahrt erspähte das Geschulte Auge einen Campingplatz. Dort habe ich mich einquartiert und mich mit dem Nötigsten: Bier, Brot und Käse versorgt.
Das Bier hat sich beim schreiben auch schon wieder in Luft bzw. Wörter verwandelt aber es ist ja Urlaub. An meinem Zugewiesenen Zeltplatz sind meine direkten Nachbarn übrigens Sachsen – die findet man auch überall.
526 Kilometer liegen bereits hinter mit…
Gruß an die armen Werktätigen

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6 Antworten zu Angekommen in Frankreich

  1. Renate Oertel schreibt:

    …wenn ich wieder mit einem älteren, missmutigen Eheteil, welches hinterher schlurft, verglichen werde, schreibe ich keine Kommentare mehr…..
    Grüße an alle Sachsen, hoffentlich wird bald konstante schönes Wetter

  2. Bussi schreibt:

    Da war er wieder, der junge Heißsporn

  3. Tommes schreibt:

    Super der Sachse ! Weiter so und weiterhin gute Beine

  4. bk350 schreibt:

    Wad isn dad fürn schönet Schiff uff den Fodo?

  5. Fitty schreibt:

    ….die können echt watt…. :-))

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